MassageEine Massage ist wohltuend, aber nicht nur für die Psyche und die Muskeln. Eine klassische Massage von 45 Minuten Dauer kann die Abwehrkräfte verbessern und die Produktion der sogenannten Stresshormone im Körper deutlich senken.

US-Wissenschaftler um Mark Rapaport des Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles konnten dies in einer Studie mit 29 Probanden belegen. Sie untersuchten hierzu die Blutproben der Versuchsteilnehmer nach einer 45-minütigen Massage und verglichen die Werte mit einer Kontrollgruppe von 24 Personen, die keine Massage erhalten hatte. Zum Zeitpunkt der Studie waren alle Teilnehmer zwischen 18 und 45 Jahren alt und sowohl geistig als auch körperlich gesund.

Das Blut der Versuchsteilnehmer wies nach nur einer Massage eine erhöhte Menge an Lymphozyten auf, die zur Gruppe der weißen Blutkörperchen gehören. Diese sind für die Immunabwehr des Körpers zuständig. Weiterhin enthielt das Blut der Versuchsteilnehmer einen geringeren Anteil des „Stresshormons“ Cortisol. Es verringerte sich auch die Menge des Hormons Arginin-Vasopressin, das mit aggressivem Verhalten in Verbindung gebracht wird.
In den USA sind Massagen äußerst beliebt, 9 % aller Erwachsenen gehen mindestens einmal im Jahr zu einer Massage. „Viele Menschen sehen die Massage als Teil eines gesunden Lebensstils an“, erklärt Rapaport, „doch bis jetzt gab es keine physiologischen Beweise für die Stärkung des Immunsystems“.

Die Wissenschaftler hoffen nun darauf, dass ihre Studie zukünftig Auswirkungen auf die Behandlung von Autoimmun- und Entzündungserkrankungen hat.

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3107905/
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3419840/