Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, starker Husten: Derzeit erlebt Deutschland die stärkste Grippewelle seit fünf Jahren. Der Höhepunkt der Grippewelle steht allerdings noch bevor, meinen Gesundheitsexperten. Die Symptome der derzeitigen Grippewelle sind sehr unterschiedlich und reichen von leichten grippeähnlichen Symptomen bis hin zu einem sehr schwerem Krankheitsgefühl, starken Kopf- und Halsschmerzen, sowie starkem Husten und Schmerzen in der Lunge. Offensichtlich steigt der Erreger bei einigen Patienten sehr schnell auf die Lunge ab und führt zu schmerzhaftem Husten und hartnäckiger Bronchitis.

Mehr als 18.000 Grippefälle sind bisher in NRW bekannt. Gesundheitsämter und andere Experten weisen auf eine hohe Dunkelziffer hin. So bleiben viele Betroffene zwar zu Hause, gehen bei Grippesymptomen jedoch nicht zum Arzt und werden somit auch nicht als Grippe-Fälle registriert: Des Weiteren kommt eine große Zahl scheinbar normaler Erkältungskrankheiten mit grippeähnlichen Symptomen hinzu.
Mitmenschen vor Ansteckung schützen
Diejenigen, die aber schon jetzt mit Fieber, Kopfschmerzen und Husten im Bett liegen, sollten dazu beitragen, die Mitmenschen zu schützen und möglichst die Viren nicht verteilen. Betroffene sollten sich beim Husten und Niesen von Anderen abwenden und sich idealerweise ein Einwegtaschentuch vor Mund oder Nase halten oder in den Ärmel Husten und Niesen. Auf gar keinen Fall sollte man in die Hand Husten und Niesen, da so die Erreger unkontrolliert verteilt werden. Mit diesem Verhalten schützt man andere vor Tröpfcheninfektion.
Häufiges und regelmäßiges Händewaschen sowie regelmäßiges Lüften sind weitere Vorsichtsmaßnahmen, die die Ansteckungsgefahr eindämmen. Ebenso kann man die Raumluft mit ätherischen Ölen, wie z. B. Thymianöl beduften, so dass die Raumluft auf natürlichem Weg „entkeimt“ wird. Zudem ist es grundsätzlich angeraten, das Immunsystem zu stärken.

Grippesymptome lindern

Im Vordergrund stehen bei der Behandlung der Influenza die unangenehmen Symptome wie Husten und Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Es gibt Möglichkeiten aus der Naturheilkunde und Phytotherapie. Schlaf und leichte Kost unterstützen den Heilungsprozess. Man braucht besonders in Grippezeiten ausreichend Vitamine, Flüssigkeit, Salz und Spurenelemente (Ernährung und Nahrungsergänzung), das heißt auch vorbeugend und in der Rekonvaleszenz.

Bei stärkeren Grippesymptomen, wenn es zu einer bakteriellen Sekundärbesiedlung gekommen ist, müssen unter Umständen, unter Beachtung der Kontraindikationen und Nebenwirkungen, Antibiotika eingesetzt werden. Wenn dies erforderlich ist sollte sofort parallel eine Therapie mit Darmbakterien begonnen werden. Eine pharmakologische Fiebersenkung ist nicht automatisch notwendig.

Überbehandlung der Grippe vermeiden

Eine Übertherapie mit Antibiotika und antiviralen Medikamenten ist, schon wegen der Nebenwirkungen, nicht die beste Therapie. Influenzaviren werden leider schnell resistent gegen die häufig eingesetzten Wirkstoffe! Diese Mittel setzt man daher nur ganz kontrolliert ein.

Trotz Grippe ein kleiner Trost

Nicht unterschätzen sollte man die positive Wirkung von fieberhaften Infekten auf das Immunsystem: Es wird trainiert und aktiviert. Das führt zu einer „kritischen Durchuntersuchung“ des gesamten Körpers nicht nur auf Influenzaviren, sondern auch auf andere Erreger wie Bakterien, Parasiten und insbesondere auf Gewebe mit beginnenden krebsartigen Veränderungen. Diese Störfaktoren werden bei einer fieberhaften Grippe gleich mitbeseitigt! Bei Menschen mit einer durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen Anzahl fieberhafter Infekte in der Krankheitsvorgeschichte treten seltener Krebserkrankungen auf. Und außerdem: eine echte Grippe schützt besser vor der nächsten Grippewelle als eine Impfung!